Vita

Holly-Jane Rahlens wuchs in New York auf und studierte Literatur und Theater an Queens College der City University of New York, bevor sie nach Berlin zog. Was als Arbeit in Radio und Fernsehen begann – zunächst als Radiomoderatorin und Funkautorin und später als Dokumentarfilmerin – entwickelte sich zu etwas Persönlicherem. Sie trat mit eigenen One-Woman-Shows auf und wirkte in verschiedenen Filmen mit, darunter eine TV-Adaption ihres Bühnenmonologes „One Fine Day, oder warum eine Prinzessin keine orthopädischen Schuhe trägt“ (GRIPS-Theater, 1990).
Ihr Debütroman „Becky Bernstein Goes Berlin“ (Piper, 1996) machte sie einem breiten deutschen Publikum als die „gelernte Berlinerin aus Brooklyn“ (FAZ) bekannt. Ihr erstes Jugendbuch, „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ (Rowohlt, 2002), gewann 2003 den Deutschen Jugendliteraturpreis und wurde 2007 verfilmt – mit einem Drehbuch von Rahlens selbst. Der Film wurde international gezeigt – mit mehreren Auszeichnungen, darunter eine Lola-Nominierung als Bester Kinderfilm, das Prädikat „Besonders wertvoll“ (FBW) und eine Nominierung zum Drehbuchpreis „Kindertiger.”
Seither hat Rahlens zwölf Romane veröffentlicht, die in dreizehn Sprachen erschienen sind. Ihre 2022 erschienene Sammlung „Future Fairy Tales. Geschichten aus einer anderen Welt“ – zehn Grimm-Märchen in futuristischer Neuinterpretation und in verschiedenen Sprachstilen – wurde 2023 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Ihr neuestes Werk, der historische Roman „Frostblüten“, angesiedelt im Berliner Hungerwinter 1946/47, steht auf der Empfehlungsliste „Demokratie“ der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und erscheint im Oktober 2026.